Halli, Hallo. Willkommen. Eine neue Folge Go Crazy – Alles außer Schublade. Ich habe euch in der letzten Folge kurz vom Calendar Butler erzählt und ich habe euch versprochen, dass ich noch mal ein bisschen genauer erzähle, was der Calendar Butler ist, für wen der überhaupt gedacht ist, was der kann. Und das möchte ich jetzt auf jeden Fall nachholen. Also kurz vorab: Ich bin eigentlich, eigentlich keine Softwareentwicklerin und da gibt es auch eine schöne Geschichte zu. Ich habe damals die Schule gewechselt, mitten im Schuljahr und bin in eine Schule gekommen, da gab es dann AGs und ich hatte die Möglichkeit, auszuwählen zwischen Informatik und … Nein, eigentlich waren wirklich nur noch Plätze in der Informatik AG frei. Es gab noch Handarbeiten und Kochen. Ich fand eigentlich gar nichts von den dreien toll. Bin also in die Informatik AG gegangen und saß neben einer Mitschülerin Die erzählte mir: Hey, hier, schau mal, hier habe ich einen Taschenrechner programmiert und so läuft der, da muss ich hier was eingeben und dann passiert da die Berechnung. Das habe ich alles selbst gemacht. Und das Einzige, was ich sah, war ein schwarzer Bildschirm mit grüner Schrift, mit mehr oder minder kryptischem Code, den ich nicht verstanden habe.
Und ich fühlte mich überhaupt nicht abgeholt. Ich fühlte mich so verloren in dieser Doppelstunde, dass ich gesagt habe: Das geht nicht, das kann ich nicht machen. Die anderen haben ein halbes Jahr Vorsprung und möglicherweise bin ich auch einfach zu dumm für so was und durfte dann tatsächlich in die eigentlich schon volle Koch AG wechseln. Oh mein Gott! Und dann habe ich da gekocht, lieber ein halbes Jahr gekocht, als ein halbes Jahr Informatik zu machen Na ja, gut, ich war halt noch jung. Ich war halt noch sehr klein. Das ist eigentlich keine Entschuldigung, aber ja gut, ich habe es einfach nicht verstanden. Ich habe gedacht, nein, das kriege ich nicht hin. Hätte man mir also zu dieser Zeit gesagt, dass ich mal irgendwann Software entwickeln würde, hätte ich demjenigen den Vogel gezeigt. Aber tatsächlich ist ja heute alles so möglich, dass ich mich mit meiner KI, dem Claude, zusammensetzen kann und er mir wirklich alles erklärt. Also Ich glaube, tatsächlich in den letzten Monaten, während ich die Software entwickelt habe, war mein wichtigster Prompt Erkläre mir das genauer. Ich habe jetzt PHP gelernt. Das ist der Wahnsinn. Jetzt kann ich tatsächlich programmieren und habe ganz viel mit der KI zusammengearbeitet, damit er mir erklärt, was gibt es denn so alles?
Denn dann brauche ich nicht zu recherchieren. Ich muss nicht hergehen und mir alle möglichen Funktionen und Bibliotheken und was weiß ich nicht alles suchen, Sondern ich kann mich mit ihm darüber unterhalten: Hey, das und das möchte ich erreichen. Gibt es dafür schon eine Bibliothek? Wie könnte ich das in einer Funktion abbilden? Er erklärt mir das und dann kann ich es einfach umsetzen. Also dieser ganze Rechercheaufwand oder hinterher Testing, mal drübergucken, Schau mal, macht der Code so Sinn? Das fällt alles ganz, ganz schnell zusammen, denn da muss ich überhaupt nicht mehr lange suchen, mit anderen Menschen arbeiten, die zeitlich immer irgendwie anders eingebunden sind. Also es ist wirklich praktisch. So, was ist der Calendar Butler jetzt und was tut der? Dafür muss ich ein bisschen ausholen. Ich bin Freelancerin seit etwas über 15 Jahren. Das heißt, ich bin immer in verschiedenen Projekten und arbeite da an den Unternehmensinhalten mit. Das heißt, ich muss irgendwie auf deren Infrastruktur zurückgreifen, auf deren Ordner, in den sie Dokumente speichern. Ich bekomme da einen E-Mail-Client, also wahrscheinlich meist ist es Outlook gewesen, habe dann da eine eigene E-Mail-Adresse, so eine stephanie.external@firmenname.com, so was und habe dann natürlich auch immer einen eigenen Kalender.
Den Zugang bekomme ich entweder in einem physischen Rechner. Also tatsächlich gibt es sehr viele Kunden, die mir am Anfang eines Projekts einen Laptop in die Hand drücken, einfach weil es für sie einfacher ist, den auf ihre Sicherheitsstandards zu bringen. Da müssen sie nicht gucken: Ist mein Rechner dazu überhaupt in der Lage? Hat der schon irgendwelche Vorbearbeitungen, weil ich mal in einem anderen Projekt gearbeitet habe und die Policies decken sich nicht? Oder sie können auch sicher sein, dass ich dann da nichts installieren kann. Das können sie mir auf meinem eigenen Rechner natürlich nicht verbieten, weil ich da den Admin-Zugang habe. All solche Dinge. Also drücken sie mir ganz häufig einen Rechner von sich in die Hand und damit kann ich arbeiten. Oder ich bekomme so einen Virtual Desktop, dann habe ich einen Zugang über VPN, melde mich da an und habe dann eben einen virtuellen Rechner, den ich aber über meinen eigenen steuern kann. Da sind die Sicherheitsbestimmungen der Firma auch eingehalten. Das ist auch alles in Ordnung für sie. Heißt aber, ich bin immer in einer isolierten Umgebung, wenn ich mit Mails und gerade mit Kalendereinträgen arbeite. Ich arbeite also nicht in meinem eigenen Kalender.
Natürlich will ich nicht und habe da immer einen eigenen Kalender bei dem Kunden im Projekt. Das ist im Grunde recht praktisch, denn die Ansprechpartner bei meinem Kunden, die buchen darüber natürlich ihre Termine. Wenn es um einen Jour fixe geht und jemand guckt dann, wann hat die Stephanie Zeit, dass wir uns da regelmäßig treffen, schaut er in meinen Kalender beim Kunden selbst und bucht da eben einen Termin, stellt einen Termin ein. Wenn er sich mal kurz mit mir unterhalten will, wenn es irgendetwas als Deadline gibt, wenn es einen Town Hall Termin gibt. Also für alle möglichen Arten von Terminen gucken die Ansprechpartner meiner Kunden immer in den Kundenkalender, denn natürlich zu meinem privaten haben sie gar keinen Zugang. Das Dumme ist nur, dass ich in meinem privaten Kalender Termine habe, die ich natürlich in meinem Kundenkalender so nicht habe. Ich müsste mich ja zu Anfang eines Projekts hinsetzen und alle meine privaten Termine initial einmal dahin übertragen und wenigstens anonym blocken, denn niemand muss wissen, wann ich zum Zahnarzt gehe oder was ich jetzt gerade mache. Also muss ich zusehen, dass ich alles irgendwie in den anderen Kalender übertrage. Andersrum natürlich genauso: Wenn ich beim Kunden Termine habe, dann möchte ich auch, dass in meinem privaten Kalender die Zeiten wenigstens geblockt sind.
Eben damit so was nicht passieren kann, dass ich mich mit Freunden verabredet zum Kaffee und dann erst merke: Oh Mist, da habe ich eigentlich einen Kundentermin, da kann ich gar nicht weggehen. Das ist bei einem Projekt immer noch ganz okay. Ich glaube, da kriegt man das manuell sogar hin, auch wenn man sich manchmal ärgert, weil da Termine verschoben werden, weil es da recht kurzfristig neue gibt und es wird einfach irgendetwas abgesagt. Und na ja, Manchmal steht man da und hat es gar nicht mitgekriegt. Blöder ist, wenn man nicht dasteht, obwohl man eigentlich da sein sollte. Solche Dinge können passieren, aber mit einem Kundenprojekt ist das oft noch gar nicht so schlimm. Richtig witzig wird es erst, wenn man wenigstens ein zweites Projekt hat, denn dann hat man mindestens drei Umgebungen, die eigene und die der beiden Kunden, Kunde A und Kunde B. Jetzt möchte Kunde A wieder einen Termin buchen für irgendeine kurze Absprache. Schaut in den Kalender, den ich bei Kunde A habe und sieht: Mensch, Montag 10 bis 11 Uhr ist frei. Das buche ich mal. Jetzt habe ich aber bei Kunde B da schon einen Termin. Der ist schon geblockt, aber Kunde A weiß davon nichts, denn er hat natürlich keinen Zugriff auf den Kalender von Kunde B.
Also müsste ich auch da hergehen und alle Blöcke, die ich von Kunde B habe, in den Kalender von Kunde A als anonymen Block eintragen. Ich müsste ihn auch in meinen privaten Kalender eintragen und damit da auch die Zeiten blocken. Das Blöde ist, die Termine einfach weiterzuleiten, ist tatsächlich datenschutzrelevant. Das ist nicht so einfach möglich. Darüber müssen wir uns mal Gedanken machen. Ich kann nicht von Kunde A den Termin einfach an Kunde B weiterleiten und andersherum. Denn dann kommt mein Account des jeweiligen Kunden in der Teilnehmerliste des Termins vor. Also wenigstens eine andere Person, nämlich die, die eingeladen hat auf der anderen Seite, sieht: Mensch, die Einladung wurde weitergeleitet an einen Account bei Kunde B und das heißt, dass schon alleine das Geheimnis darüber, wer in meiner Kundenliste ist, damit nicht mehr gewahrt ist. Wenn ich einen Einzeltermin weiterleite, dann sieht das vielleicht nur ein Mensch. Wenn ich ein Town Hall Meeting weiterleite, dann können das möglicherweise 300, 400 Menschen sehen, dass ich auch einen Account bei Kunde B habe, also wahrscheinlich mit Kunde B zusammenarbeite. Das geht nicht. Darüber brauchen wir da nicht diskutieren. Das geht einfach nicht. Ich muss also anonyme Blöcke in meinem Kalender haben.
Und hier kommt der Calendar Butler ins Spiel. Der Calendar Butler ist eine Software, die in der Mitte wie eine Blackbox steht. Es kommt ein Termin von Kunde A rein. Der Calendar Butler wird einfach eingeladen wie ein ganz normaler, weiterer Teilnehmer, macht daraus einen neuen Termin. Der schickt den also nicht einfach weiter, der baut den nach, macht aber einen anonymen Betreff und schneidet alles ab, was nicht weitergeleitet werden muss. Alle weiteren Empfänger des Termins. Also wenn bei Kunde A der Martin Müller und die Bärbel Baur und die Cecilie Soundso, du weißt schon, also da sind ganz viele Leute mit drin, die würden auch alle weitergeleitet werden. Das passiert eben mit dem Calendar Butler nicht. Der baut das ohne weitere Empfänger nach. Der nimmt auch den Betreff weg. Wenn da steht Infineon Budgetplanung, dann würde natürlich auch bei Kunde B jeder denken: Oh, Kunde A ist Infineon. Das geht also auch nicht. Das heißt, ich kann einen anonymen Betreff dort setzen und kann sagen, alle die Termine, die von Kunde A kommen, die haben den Betreff 123. Also einfach nur etwas ganz Anonymes, irgendetwas, was ich mir merken kann, von dem ich weiß: Ah, wenn da 123 steht, das ist die Kundennummer von Kunde A.
Also weiß ich, ich muss mich in die Umgebung von Kunde A bewegen. Und wenn da 234 steht, dann ist das immer der Betreff, Kundennummer, für Kunde B. Also wenn da ein Termin mit 234 steht, dann muss ich mich in die Umgebung einloggen bei Kunde B. Und so macht er das eben für Einzeltermine, für Serientermine, für Absagen, für Verschiebungen, für alles Mögliche. Und man muss nur noch hergehen und diesen Termin in den anderen Kalendern annehmen. Auch das geht mit manchen Programmen automatisch, dass man sagt, immer Termine, die vom Calendar Butler kommen, denn die habe ich ja nur weitergeleitet, wenn ich sie auch wirklich annehmen will, dann nehme ich die mal automatisch an und dann ist der Kalender sofort geblockt. Das heißt, meine anderen Kundenkalender sehen so aus, dass die eigenen Termine innerhalb der Umgebung von Kunde A beispielsweise immer die Betreffzeilen haben, wie sie auch eingeladen wurden von mir oder von anderen. Die Termine, die geblockt sind für andere Kunden oder privat, die haben dann zum Beispiel die Kundennummer als Betreff. Das ist etwas, was nur mir selbst etwas sagt. Da ist keine Information drin, die für irgendwen was Sprechendes ist, wo sich irgendjemand was zusammenreimen kann.
Der Calendar Butler ist derjenige, der eingeladen hat. Es stehen keine weiteren Namen, keine weiteren Details, keine Zugangsdaten da. Es ist einfach nur ein geblockter Termin in meinem Kalender. Kunde A weiß dann: Na ja gut, da ist sie einfach geblockt mit irgendetwas, was ich nicht weiß, aber das ist egal. Sie ist zu dieser Zeit einfach nicht verfügbar. So einfach kann das sein und seitdem ich den habe, kann ich ganz entspannt morgens in den Tag starten. Denn seien wir mal ehrlich, was das Problem ja häufig ist, ist, wir überlegen uns: Oh, habe ich jetzt wirklich hier alle Termine? Habe ich irgendwas verpasst? Mist, hier muss ich mich erst mal anmelden. Übers VPN, dauert das fünf Minuten? Wie mache ich das jetzt am besten? Oh nein, hier ist eine Doppelbuchung. Ich habe es einfach nicht mitgekriegt. Jetzt muss ich den irgendwie verschieben. Also es ist einfach nur Stress und diesen Stress mache ich mir nicht mehr. Da habe ich keine Lust drauf. Im Grunde habe ich also ein Tool entwickelt, das ich gerne nutzen möchte und das ich mir tatsächlich schon lange gewünscht habe. Und als ich damit vor ein paar Monaten angefangen habe, habe ich dann auch ein paar Kollegen davon erzählt und die waren sofort Feuer und Flamme.
Also einer von denen sagte so was, es gibt so ein Meme von den Simpsons oder so, dass jemand wedelt mit Geldscheinen und das Meme, der Text lautet dann: Shut up and take my money. Also das ist im Grunde genommen ganz süß. Ich glaube, dass viele Menschen genau so was gesucht haben. Die Kollegen sind dann Tester geworden und haben mir wunderbares Feedback gegeben, was noch nicht so intuitiv war, wo irgendetwas noch nicht funktioniert hat. Ich konnte das dann ganz wunderbar beheben und habe den Calendar Butler immer weiterentwickelt. Jetzt ist er am letzten Mittwoch live gegangen. Ich habe 50 Menschen erst einmal auf die Plattform draufgelassen, damit ich sicher sein kann, dass wirklich alles gut funktioniert. Also ich möchte die Protokolle lesen. Das ist zwar alles anonym, aber ich kann natürlich sehen, sind wirklich so viele Termine reingegangen, wie sie dann rausgehen sollten? Hat das alles funktioniert? Gibt es irgendwelche Fehlermeldungen? Aber tatsächlich läuft jetzt nach einer Woche alles wunderbar stabil. Es ist noch Luft nach oben. Das ist momentan skalierbar auf 15.000 Menschen. Da muss ich eine kleine Codeanpassung vornehmen.
An die mache ich mich jetzt. Den nächsten Soft Launch mache ich am nächsten Freitag. Heute ist Mittwoch, der 22. Oktober. Am Freitag lasse ich die nächsten 50 Menschen drauf, damit auch die gucken können und ich beobachten kann, ist da wirklich alles in Ordnung? Und dann mache ich die Türen endgültig auf für alle. Wenn du dir das auch schon immer gewünscht hast, dann schau dir doch mal bitte die Seite an, calendarbutler.com. Ich verlinke dir die in den Show Notes. Und wenn du dabei sein möchtest bei den nächsten 50, dann schreib mir einfach. Auf der Seite ist ein Button, da klickst du einfach drauf, das ist so ein Mailto-Button. Du brauchst die Mail nur abschicken. Ich habe dann deine Mail-Adresse und komme auf dich zu. So, jetzt weißt du, was der Calendar Butler ist. Du weißt, was er tun kann. Er macht dir einen ganz entspannten Tag, weil du überall gepflegte Kalender hast. Und wenn ich dich da sehe, freut mich das, denn vielleicht ist das genau etwas, was du gesucht hast. Ich wünsche dir viel Spaß, hab einen guten Tag und bis bald.