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#019: Reichweite ist nicht gleich Kunden – Mein LinkedIn-Fail 2025

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8.000 Views, 115 Likes – und ich hab den Post gelöscht

Wenn Reichweite die falsche Zielgruppe bringt

8.000 Views. 115 Reaktionen. Für meine Verhältnisse auf LinkedIn: ein absoluter Hit. Und dann habe ich den Post nach zwei Tagen gelöscht. Klingt verrückt? War aber die richtige Entscheidung.

In dieser Folge erzähle ich dir von meinem LinkedIn-Fail – und warum Reichweite nicht gleich Business ist.


🎯 Das Problem: Sichtbarkeit bei den Falschen

Ich hatte einen Post über Mental Load veröffentlicht. Wie mein Mann und ich uns auf einen gemeinsamen Termin vorbereiten: Er zieht sich an, putzt Zähne, fertig. Ich sorge dafür, dass das Kind die Klarinette eingepackt hat, schreibe die Einkaufsliste, denke an alles.

Der Post ging viral – zumindest für meine Verhältnisse.

Was dann passierte:

➡️ Viele Frauen reagierten – hauptsächlich aus dem HR-Bereich ➡️ Plötzlich spielte mir LinkedIn Recruiting-Themen aus ➡️ Bewerbungsgespräche, HR-Strategien, alles Mögliche ➡️ Aber: Das ist nicht meine Zielgruppe

Ich bin Change-Managerin und berate Selbstständige zu Honoraren, Produktivität und Positionierung. Mental Load? Wichtiges Thema, aber nicht meins im Business-Kontext.


🚨 Was ich falsch gemacht habe

1. Ich habe den Algorithmus falsch trainiert

LinkedIn dachte jetzt: "Aha, Stephanie interessiert sich für Mental Load, HR-Themen, Vereinbarkeit." Und spielte mir entsprechend Content aus.

2. Ich habe meine Positionierung verwässert

Neue Follower kamen – aber die falschen. Menschen, die mehr Mental-Load-Content wollten, nicht Business-Beratung.

3. Ich habe auf Reichweite statt auf Resonanz gesetzt

8.000 Views klingen toll. Aber wenn diese 8.000 Menschen nicht zu meiner Zielgruppe gehören, bringen sie mir nichts.

💬 "Das ist nicht nur so, dass ich jetzt gerade bei Menschen sichtbar werde, die nicht meine Zielgruppe sind, sondern ich trainiere auch den Algorithmus darauf, dass ich für diese Menschen interessant bin."


✅ Was ich daraus gelernt habe

1️⃣ LinkedIn richtige Zielgruppe ansprechen bedeutet: Kill your Darlings

Nach zwei Tagen habe ich den Post gelöscht. Schweren Herzens. Denn natürlich schmeichelt es dem Ego, wenn so viele Menschen reagieren.

Aber: Positionierung schlägt Reichweite.

2️⃣ Den Algorithmus umtrainieren

Ich bin hergegangen und habe konsequent:

➡️ Nur noch Change-Themen kommentiert und geliked ➡️ Mit Kollegen aus Change-Projekten interagiert ➡️ Potenzielle Kunden angesprochen ➡️ Alles andere ignoriert

Ergebnis: Nach einer Woche spielte mir LinkedIn wieder die richtigen Themen und Menschen aus.

3️⃣ Halbpersönliche Posts prüfen

Ja, Authentizität ist wichtig. Ja, Menschen wollen den echten Mensch hinter dem Business sehen.

Aber: Deine Haltung kannst du auch mit Business-Content zeigen. Du musst nicht auf Themen zurückgreifen, die nicht auf dein Business einzahlen.

💡 Meine Frage an dich: Passt dieser Post zu deinem Nordstern?

Ich habe eine Folge über den Nordstern veröffentlicht – die Idee, dass du dir eine klare Richtung setzt und alles daran ausrichtest. Wenn ein Post nicht zu deinem Nordstern passt, dann lass es.


💬 "Aber dann ist der Gedanke weg!"

Ich höre das oft: "Wenn ich das jetzt nicht poste, dann ist der Gedanke weg."

Meine Antwort: Gib dem Gedanken eine Möglichkeit, weiter zu existieren – ohne gegen dich zu arbeiten.

➡️ Schreib ihn in dein persönliches Wiki ➡️ Verwende ihn später in einem anderen Kontext (Vortrag, Artikel) ➡️ Dreh ihn so, dass er business-related wird ➡️ Nutze ihn als Randnotiz in einem Post, nicht als Hauptthema

Die Geschichte muss nicht verloren sein. Sie muss nur warten, bis der richtige Rahmen da ist.


🎯 Was du jetzt tun kannst

Wenn du auch schon halbpersönliche Posts gemacht hast:

1️⃣ Überleg mal ehrlich: Ziehen diese Posts deine Zielgruppe an? 2️⃣ Prüfe deinen Feed: Welche Themen spielt dir der Algorithmus aus? 3️⃣ Trainiere bewusst um: Like, kommentiere, teile nur Content deiner Zielgruppe 4️⃣ Nutze den Nordstern-Check: Passt dieser Post zu meiner Positionierung?

LinkedIn richtige Zielgruppe ansprechen bedeutet nicht, dass du dich verbiegen musst. Es bedeutet, dass du strategisch entscheidest, welche Themen du nach außen trägst – und welche du für dich behältst.


📲 Folge mir auf Instagram

Wenn du dich mit mir auf LinkedIn vernetzen möchtest und nicht aus dem Change-Bereich bist, dann sei mir bitte nicht böse, wenn ich die Kontaktanfrage gerade nicht annehme. Ich trainiere den Algorithmus – das dauert noch eine Weile.

Aber: Folge mir gern auf Instagram! Da bin ich mit all meinen Go-Crazy-Themen unterwegs: @stephanieselmer_


🎧 Hat dir die Folge gefallen?

Wenn ja, dann:

Bewerte den Podcast (am besten natürlich gut 😉) ✅ Abonniere ihn – dann hast du mich öfter auf dem Ohr

Viel Erfolg bei deinem Social-Media-Auftritt – und denk dran: Reichweite ist nicht gleich Business.

Bis bald! Stephanie


❓ Häufig gestellte Fragen: LinkedIn richtige Zielgruppe ansprechen

1. Wie erkenne ich, ob ich die falsche Zielgruppe auf LinkedIn anziehe?

Schau dir an, wer auf deine Posts reagiert und welchen Content dir LinkedIn ausspielt. Wenn die Menschen, die liken und kommentieren, nicht zu deiner idealen Zielgruppe gehören – oder wenn dir der Algorithmus Themen zeigt, die nichts mit deinem Business zu tun haben – dann läuft etwas schief. Ein weiteres Warnsignal: Viele Reaktionen, aber keine Business-Anfragen.

2. Kann ich den LinkedIn-Algorithmus wirklich umtrainieren?

Ja! Der Algorithmus lernt aus deinem Verhalten. Wenn du konsequent nur noch mit Content deiner Zielgruppe interagierst (liken, kommentieren, teilen), passt sich der Algorithmus innerhalb von 1-2 Wochen an. Wichtig: Ignoriere alles andere – auch wenn es spannend ist. Fokus ist hier entscheidend.

3. Sollte ich persönliche Themen komplett von LinkedIn fernhalten?

Nicht unbedingt. Persönliche Geschichten können Authentizität zeigen – aber nur, wenn sie auf dein Business einzahlen. Frag dich: Würde ich wollen, dass mich jemand genau für dieses Thema bucht? Wenn nein, dann gehört der Post nicht online. Persönliches ist okay, solange es deine Positionierung stärkt, nicht verwässert.

4. Was ist, wenn ein erfolgreicher Post die falsche Zielgruppe anzieht?

Dann hast du zwei Optionen: Löschen (wie ich es gemacht habe) oder bewusst damit leben und gegensteuern durch noch mehr zielgruppengerechten Content. Löschen ist hart, aber manchmal die beste Entscheidung für deine langfristige Positionierung. Reichweite ist nicht gleich Business.

5. Wie finde ich heraus, welche Posts meine Zielgruppe wirklich interessieren?

Nutze den Nordstern-Check: Passt dieser Post zu deiner klaren Business-Richtung? Frag dich: Wen will ich mit diesem Post anziehen? Und teste: Posts, die deine Zielgruppe wirklich interessieren, führen zu qualitativen Reaktionen (Nachrichten, Anfragen, inhaltlichen Kommentaren) – nicht nur zu Likes. LinkedIn richtige Zielgruppe ansprechen bedeutet: Qualität vor Quantität.


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